Dienstag, 3. Dezember 2019

Das 3. Türchen



Eine große Leidenschaft von mir ist auch das Sammeln von carte de visit (CDV) aus der Zeit um 1900. Damals wurden die Fotos auf Hartpappe geklebt, deren verzierte Rückseiten manchmal noch schöner waren als das Foto selbst.  So stabil auf Karton festgehalten, konnten viele dieser "ewigen Momente" die vergangenen Jahrzehnte recht gut überstehen.
Hier hole ich mir auch manchmal die Ideen für meine Puppenkleidung.

Ist das kleine Winterkind nicht goldig?

Fast die gleiche, alte Kleidung wie auf dem CDV hatte ich schon vor einiger Zeit zusammen getragen für meine K*R 117 n.  Aber sie hat eigentlich genug Kleider.
Und so fehlt mir jetzt nur noch die richtige Puppe für Mantel und Muff. So ein klein wenig soll die Puppe wie das Kind auf dem CDV aussehen. Ich bin sicher sie wird mich noch finden.

Auf diesem herrlichen großen Kabinettfoto (CAB) wurde ein schicker Großvater mit seinem ganz in Pelz gekleideten Enkelkind in verschneiter Winterkulisse festgehalten.  An der feinen Kleidung erkennt man, dass es sich hier sicher um eine wohlhabende Familie gehandelt haben muß.

Nicht weniger vornehm gekleidet ist diese große Mädchenpuppe von Simon & Halbig.
Ein Weihnachtstraum.












Die Puppe ist gemarkt:
S & H 1079
Germany
DEP
14

Porzellanfabrik Simon & Halbig, Gräfenhain um 1900


Sonntag, 1. Dezember 2019

Das 1. Türchen


Heute ist es nun soweit. Das erste Türchen am Weihnachtskalender wird geöffnet. Die erste Kerze brennt und es duftet herrlich nach Plätzchen, Apfelsinen, Nelken und Räucherkerzen in meiner Küche.





















Und wie jedes Jahr stand ich eine Woche vor dem 1. Advent vor unserer großen Weihnachtstruhe mit dem Deko-Kram.
Und dachte: Meine Güte ist denn schon wieder ein Jahr rum? Ich hatte die Weihnachtsdekoration gefühlt doch gerade erst vorgestern weggepackt. 


Geniesst diese kommende, magische Zeit mit euren Lieben.  Denn sie vergeht so schnell. Keiner kann sie anhalten oder zurück drehen.

Unsere zwei Kinder sind zwar groß und doch wird noch immer jedes Jahr ein Weihnachtskalender, zur großen Freude aller, erwartet und aufgehängt.
Unzählige verschiedene Adventskalender hatten wir in all den Jahren. Denn jedes Jahr zu Weihnachten mutiert auch mein Mann wieder zum Kind und will auch einen haben. 😘Und so wurde bei uns schon immer vieles selbst gemacht, gebastelt und genäht und nicht nur gekauft.

Es ist schon eine herrliche, besondere Zeit - diese Vorweihnachtszeit. Ganz in Ruhe will ich sie geniessen. Den Trubel und die Hektik vor unserer Wohnungstüre lassen -ja- alles negative aussperren.
Das tut mir gut. Und ich kann mich auf das einzig Wichtige konzentrieren - meine Familie-.

Für meinen Blog habe ich dieses Jahr einen kleinen Kalender gebaut.
An ein paar Tagen werde ich hier ein Türchen öffnen mit einem kleinen weihnachtlichen Post dazu.

Ich hoffe, so kann ich euch und mich noch ein bißchen mehr, ganz in Ruhe, auf die schöne Weihnachtszeit einstimmen, denn gerade in dieser Zeit geht doch ein unglaublicher Zauber von den antiken Puppen aus.
Und selbst das unperfekte erscheint perfekt.😉Denn das ist es doch was glücklich macht!




Sonntag, 24. November 2019

Liebe Martina, 🌹


vielen herzlichen Dank für Deinen Gästebucheintrag.💝
So eine Nachricht ist für mich immer ganz besonders spannend. Gleichzeitig ist es so schade, dass vom Wirken und Schaffen Deines Urgroßvaters Edmund Edelmann bei Euch in der Familie nicht viel übrig blieb. Wie gerne hätte ich von Dir erfahren, ob der Puppenname "Melitta" eine Bewandtnis hatte.

Es gibt einen kurzen Eintrag im Puppenlexikon.
So wurde die Spielwaren- und Puppenfabrik Edmund Edelmann in Sonneberg um 1903 gegründet und bestand wohl bis ca. 1930.
Interessant sind zwei Katalogabbildungen von 1925 der Fabrik auf denen Puppen abgebildet sind sowie Preise und Größen. Da ist die Rede von Vollgelenkpuppen, gekleideten Puppen mit Wimpern, Spezialpuppen, Mamapuppen und natürlich von "Melitta" als gekleidetes feines Gelenkstehbaby.
(Quelle: Cieslik's Lexikon der deutschen Puppenindustrie)
Um das Urheberrecht nicht zu verletzen, möchte ich die Katalogseiten hier nicht abbilden.

Aber zurück zu "Melitta". Eine so hübsche wunderbare Puppe. Die Köpfe bezog die Puppenfabrik Deines Urgroßvaters von der Porzellanfabrik Armand Marseille Köppelsdorf/Sonneberg. Einer der größten Puppenkopf-Hersteller seiner Zeit.

Du siehst, mich interessiert das wirklich alles sehr. Deshalb nochmals lieben Dank für Deine Zeilen.
Das bedeutet mir viel!
Ganz liebe Grüße nach Sonneberg, mit den besten Wünschen, Anke


P.S. Ein paar Fotos von der kleinen Melitta -für Dich- habe ich noch gefunden. Der Bube in der braunen Strickhose ist eine Gebrüder Heubach Puppe.