Sonntag, 4. November 2018

Die Puppe Wunderhold

Wenn man sich mit alten Puppen beschäftigt, stolpert man früher oder später auch über damalige Puppenliteratur. Und so ist die "Puppe Wunderhold" von A. Cosmar mit seinen unzähligen Auflagen bestimmt so einigen Puppensammlern bekannt.

Alvine Luise Antonie Voigt
heiratete 1827 den Schriftsteller Alexander von Cosmar und wurde Mitarbeiterin seiner Zeitung.
An Anlehnung der Werke von Louise d' Aulney- um die Puppe Wunderhold- veröffentlichte Antonie unter dem Pseudonym A. Cosmar und wurde bekannt, denn diese Bücher waren zu jener Zeit unglaublich beliebt und faszinierten ganze Mädchengenerationen.
In der Öffentlichkeit allerdings wurden ihre Werke als die ihres Mannes angesehen.
Quelle: Wikipedia

Zwei Exemplare sind in meiner Sammlung und natürlich habe ich sie auch gelesen.



Darin erzählt die Puppe Wunderhold als Ich-Erzählerin von ihrem Schicksal und den Abenteuern mit ihren mehr oder weniger liebevollen Puppenmüttern.












Ich hatte ein bißchen Mühe mit der Ausdrucksweise von damals und war auch geneigt, gleich einmal eine Seite zu überspringen. Und dennoch gibt es Stellen, wo ich dann doch schmunzeln musste.

In einer Geschichte soll die Puppe Wunderhold von den Mädchen beim Spiele tatsächlich mit einem Puppenmann verheiratet werden. Wunderhold findet nur Spott für die lächerlichen Bewerber und äußert dies auch ziemlich unverhohlen. Dennoch gefällt ihr dann der Prinz Liebreiz und beide brechen zu einer Kutschfahrt auf. Bei der jedoch der Prinz von der Kutsche fällt, den Kopf verliert und Wunderhold von jetzt auf gleich von der Braut zur Witwe wird..........

Auch eine kleine Wunderhold?    Handwerck 109