Willkommen im Puppenkontor

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Freitag, 30. September 2016

Eine Reise in die Vergangenheit (2) Die Fabrik der Puppen



Kämmer & Reinhardt

Ein Gebäudekomplex aus dem Jahr 1902.



Unglaublich, dass Ernst Kämmer seine Fabrik nie gesehen hat und nie durch das Tor geschritten ist.
Denn er verstarb schon 1901 und erbaut wurde die "Fabrik der Puppen" erst 1902.

Was für ein wundervoller Gebäudekomplex muss das einst gewesen sein.

Und heute wachsen  Bäume am Dach.

Und über dieses Schild hier konnte ich mich nur wundern.

Beginn der Sanierung.... seit 2003??? Das ist 13 Jahre her..................................................?

Sicher wurde bestimmt einiges saniert.
Aber auf mich machte die einstige Fabrik heute einen eher vernachlässigten, vermüllten, kaum genutzten Eindruck. Wie schade...
Auch das Symbol von Kämmer & Reinhardt das K Stern R(oder die Reste davon) an der Hausfassade konnte ich leider nicht fotografieren, weil es von hochgewachsenen Bäumen verdeckt war.


Die Inschrift an der Fassade:
Für Kinder ist das Beste gut genug.
Vorwärts immer Rückwärts nimmer
Gegründet im Jahre 1885 








Alles um die Puppenfabrik Kämmer & Reinhardt herum, fasziniert mich ungemein.
Vermutlich auch, weil vieles erhalten geblieben ist (Dokumente, Fotos, Festschriften, Firmengeschichte) und so einen Blick in die Vergangenheit gestatten.
Und nicht zu vergessen die wundervollen Puppen, die aus dieser großen Fabrik hier stammen.


++++++++++++++++++++++++++Fortsetzung folgt+++++++++++++++++++++++++++++

Dienstag, 27. September 2016

Eine Reise in die Vergangenheit (1) Waltershausen



Früher
habe ich fast alle Cieslik´s Puppenmagazine regelrecht verschlungen.
Ich meine die alten Ausgaben, die wirklich ganz alten, dicken Zeitschriften.
Ja, da war noch was zu lesen und zu entdecken drin für den Sammler antiker Puppen!

Diese Magazine gab es schon lange bevor mich das Puppenvirus erwischte.
Dick waren sie und informativ.
Ich konnte stundenlang drin schmökern, besorgte mir fast alle alten Jahrgänge und nahm einzelne Zeitschriften mit in den Urlaub, in den Park, auf Bahnfahrten, auf langweilige Veranstaltungen, um mir Wartezeiten zu verkürzen und in die Badewanne.

Heutzutage wäre eine App mit allen Inhalten dieser Puppenmagazine fürs iPad ungeheuer praktisch.
Denn auch heute noch lese ich sie gerne.

Dabei fesselte mich der Artikel "Nur ein Tag in Waltershausen"
 dieser Ausgabe vom Mai 1996

Weil:
der Autor die Orte der alten Puppenfabriken oder die Wohnhäuser/Villen der Puppenfabrikbesitzer in Waltershausen und Umgebung besuchte. Das war eben im Jahr 1996. Und damals waren die Hinterlassenschaften der DDR niederschmetternd.

Lang, sehr lang ist das her und jetzt nach 20 Jahren -OMG- in diesem Sommer 2016 wollte ich da hin.
Einfach mal, um zu schauen was dort noch ist. Es reizte mich an Orten zu stehen, wo in der Vergangenheit soviel Puppengeschichte passiert war.


Auf meiner Besuchliste  in Waltershausen stand:

- die Puppenfabrik von Kämmer & Reinhardt
- das Wohn-u. Geschäftshaus sowie die Fabrik von J. D. Kestner
- Wohnhaus und Fabrik von Bruno Schmidt
- Wohnhaus und Fabrik von Max Handwerck
-  Puppenfabrik König & Wernicke
-  Puppenfabrik Adolf Hüls


und wenn noch Zeit übrig blieb, ein Besuch des Puppenmuseums auf Schloss Tenneberg

Ja, und mein Lieblings-Mann war mit mir dort in Waltershausen, an einem recht bewölkten Sommertag im August.


Hier sagen sich vermutlich noch Fuchs und Hase *Gute Nacht*
 Waltershausen in Thüringen

++++++++++++++++++++++++Fortsetzung folgt++++++++++++++++++++++++++

Dienstag, 20. September 2016

Puppenstuben - Hausdame um 1900

Ich bewundere Sammler, die sich mit alten Puppenstuben auskennen. Sie liebevoll bestücken mit winzigen Kleinigkeiten. Die solch eine Stube so einrichten können, dass man wie durch ein Schlüsselloch hindurch in eine längst vergangene Zeit blicken kann.

Leider fehlt mir dazu der Nerv, denn bei mir fällt immer etwas um. Vermutlich bin ich einfach ungeschickt. Will ich auf der einen Seite der Stube etwas hinstellen, fallen auf der anderen Seite die Gegenstände vom Regal. Also ehrlich, dass liegt mir wohl nicht besonders.

Aber trotzdem habe auch ich eine alte Puppenstube oder besser eine Puppenküche. Die Küche, die Puppen und die Einrichtung sind richtig groß. So richtig zum Spielen halt. Sie ist wohl aus den 1940er Jahren, steht das ganze Jahr auf dem Schrank und wird in der Vorweihnachtszeit heruntergeholt, abgestaubt, herausgeputzt und aufgestellt.
Hier nur ein kleiner Ausschnitt, denn das wird ein vorweihnachtlicher Post!

Es gab eine Zeit in der unsere Tochter lieber mit dem alten Zeugs spielte, als mit ihrem großen Playmobil Haus.
Hinterher stand nichts mehr an seinem Platz in der alten Puppenküche aber das war es mir wert. 


Aus der Zeit um 1900 stammt diese tolle Puppenstuben-Hausdame
Die gute Seele einer herrschaftlichen Puppenstube.
Wie nahe sie dem Original ist, zeigt das Kabinettfoto. 
Nicht einmal der Schlüsselbund an der Schürze fehlt.


Die Puppe ist ca. 20 cm groß und hat einen Porzellankopf mit geprägter Frisur.

Sonntag, 18. September 2016

Bruno Schmidt 692


gemarkt:
692
12
BSW im Herz
Made in Germany
Kopf von Baehr & Proeschild für die Puppenfabrik Bruno Schmidt, Waltershausen um 1912
Mit einer Franz Schmidt Puppe 1295
Bereit für den Lampionumzug .
Bruno Schmidt 692, Mulattenkind von Franz Schmidt und Kestner 174

Dienstag, 13. September 2016

Gebr. Kühnlenz 165

gemarkt:
Gebr. K
165 Germany 9
Porzellanfabrik Gebrüder Kühnlenz, Kronach um 1900




Mittwoch, 7. September 2016

Armand Marseille 980



gemarkt:
A 980 M
Germany
3
D.R.G.M.
Porzellanfabrik Armand Marseille, Köppelsdorf/Sonneberg um 1920



Freitag, 2. September 2016

Wiesenthal,Schindel & Kallenberg Schulmädchen

Nach 8 !
Wochen unendlich, langen, tollen Sommerferien war früher bei mir als Kind immer Anfang September der erste Schultag.

Waren die Sommerferien vorbei, endete für mich auch abrupt der Sommer  - der Herbst war da, für uns Kinder begann wieder der Ernst des Lebens.
Die neuen Erstklässler hatten am Wochenende ihre Schulanfangsfeier.

Da ich mir um meine Puppen herum, manchmal kleine Geschichten ausdenke, sollte aus meinem Wiesenthal Mädchen eine Schulanfängerin werden.

Leider fand ich keine alte Zuckertüte, die mir gefiel, von der Größe her passte oder vom Preis akzeptabel für mich war. Deshalb selber machen!
Und da ich vor einiger Zeit die Zuckertüte unserer Tochter "gebaut" hatte, ging mit eigentlich alles flott von der Hand.
Die Schultüte unserer Tochter. 
Ich habe sie aus geprägter Pappe gebastelt, dekoriert und verziert. Ein Fenster wurde "aufgemacht", damit das niedliche Steiff-Pferdchen Luft bekam und heraus schauen konnte. Es hatte ein Schild um den Hals auf dem mit Glitzerbuchstaben der Name unserer Tochter stand.
Die Zuckertüte war der Hingucker, überall wo wir an diesem Tag hinkamen.

Bei einer Vintage Schultüte muss nicht alles so korrekt sein, es soll ja alt aussehen, ist eh bloß Deko und so reicht etwas Pappe, altes Papier, eine grosse alte Oblate, etwas Farbe und Wachs hier und da und fertigt ist sie.
Große Mädchenpuppe, 75 cm, gemarkt:
WSK 
Simon & Halbig
Germany
Puppenfabrik Wiesenthal, Schindel & Kallenberg, Waltershausen um 1900






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